 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
                |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 | Fendt |
|
|
|
|
Johann Georg Fendt (1868-1933), gelernter Mechanikermeister, übernimmt 1898 die elterliche Schlosserei mit dem dazugehörigen landwirtschaftlichen Anwesen. Der Schwerpunkt liegt damals in der Fertigung von Bleizügen. Die beiden Söhne Xaver und Hermann bildet er auch in dieser Tätigkeit aus. Die fortschreitende Motorisierung von Gewerbe und Landwirtschaft bewegt den Betrieb dazu sich immer mehr dem Maschinen- und Fahrzeugbau zu widmen. In Folge wurde die Bleizugherstellung im Jahr 1928 eingestellt.
Weitere Eckpunkte der Firmenchronik:
1927 Angeregt aus eigener landwirtschaftlicher Erfahrung wird an einer Mechanisierungshilfe für die Futtergewinnung getüftelt. Aus einem Umbau heraus entsteht ein Selbstfahrmäher mit aufgebautem Stationärmotor. 1928 Die Idee wird weiterentwickelt und der erste Fendt-Motormäher besteht seine Praxistauglichkeit. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Benzinmotor. Es hat drei Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. Der Fendt-Motormäher ist eine wichtige Entwicklung in der Traktorengeschichte, von der ursprünglichen Arbeitsmaschine zum Selbstfahrer. 1929 Da die Einsatzmöglichkeiten des Motormähers eingeschränkt sind wird an der Entwicklung eines Kleinschleppers gearbeitet. Das Fahrzeug soll zum Mähen, Pflügen und als Zugfahrzeug eingesetzt werden. Gebaut wird das Fahrzeug mit einem verdampfungsgekühlten Dieselmotor. Hermann Fendt benennt den Kleinschlepper mit dem Namen "Dieselross". ( Kraftstoff = Diesel, Pferd = Ross) = Dieselross 1930 Auslieferung der ersten zwei Schlepper mit der Bezeichnung "Dieselross" 1933 Johann Georg Fendt stirbt und seine Frau wir Inhaberin des landtechnischen Betriebs. Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung München wird der Kleinschlepper der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu dieser Zeit bieten verschiedene Schlepperfirmen bereits Fahrzeuge mit einer Leistung bis zu 28 PS an. Die Firma Fendt richtet aber vorerst den Schlepperbau auf die kleinbäuerlichen Betriebe aus. 5 Mitarbeiter fertigen in Handarbeit gesamt drei Fahrzeuge. 1935 Mit der Bayrischen Warenvermittlung wird eine Vertriebspartnerschaft abgeschlossen. Es ist der Grundstein für ein stetiges Wachstum der Firma. Das 100. Dieselross wird ausgeliefert. 1937 / 38 Es erfolgt die Inbetriebnahme der ersten grossen Werkshallen. Dort baut man die Schlepper mit der Bezeichnung F18 und F22. Viele Bauern in Bayern sind von diesen Baureihen überzeugt. Das 1000. Dieselross verlässt die Werkshallen. 1942 – 1949 Kriegsbedingt erfolgt ein dramatischer Niedergang der Produktion und Nachfrage. In dieser Zeit baut man ca. 1400 Schlepper mit Holzvergaser. 1950 Die Serienproduktion des legendären F15 Dieselross beginnt. Schon bald ist die Produktionszahl von 10'000 Fahrzeugen erreicht. 1953 / 54 / 55 Der 12-PS starke Geräteträger mit vier Anbauräumen wird präsentiert. Gründung der Kemptener Maschinenfabrik GmbH. Bereits läuft der 50'000 Schlepper vom Band. 1958 Das bisherige Dieselross-Programm wird durch die Fix-Farmer-Favorit-Reihe abgelöst. Design und Leistungen von 15-80 PS finden guten Anklang. 1961 Der 100'000 Schlepper wird fertiggestellt. 1964 Fendt präsentiert einen Schlepper mit hydrostatischem Getriebe. 1968 Vorstellung vom Fendt Farmer 3S mit 48 PS welcher mit einer stufenloser Anfahrautomatik (Turbomatik) ausgerüstet ist. 1976 Die Modellreihe Favorit LS mit Sechszylindermotoren und der Leistungsklasse von 85 bis 150 PS wird eingeführt. 1980 Vorstellung der neuen Grosstraktoren-Generation in der Leistungsklasse über 200 PS. Xaver und Hermann Fendt ziehen sich im folgendem Jahr aus der Geschäftsführung zurück und wechseln in den Beirat. Die Firma wird nun von familienunabhängigen Managern geführt. 1984 / 85 Markpräsentation vom Modell 380 GTA, Freisicht-Schlepper mit Unterflurmotor. Erstmals übernimmt Fendt in Deutschland die Marktführung. 1987 Die jahrelang ausgesetzte Entwicklungsarbeit an dem bereits 1973 zum Patent angemeldeten hydrostatischen Getriebe durch den Erfinder Hans Marschall wird wieder aufgenommen. Es entsteht das Serienreife stufenlose Vario-Getriebe. 1993 Vorstellung der 800er Modellreihe. Die ersten Grosstraktoren der Welt mit Turboshift, hydropneumatischer Kabinen- und Vorderachsfederung, Höchstgeschwindigkeit bis 50km/h. 1995 / 96 Der Favorit 926 wird auf der Agritechnica vorgestellt. Der erste Grosstraktor der Welt mit einem stufenlosen Vario-Getriebe. Mittlerweile verlässt der 500'000 Schlepper das Fabrikationsgelände. 1997 Die Erben von Xaver und Hermann Fendt verkaufen das Unternehmen Xaver Fendt & Co. an die us-amerikanische Firma AGCO Corp., Atlanta.
Bis heute steht der Name Fendt für hohe Produktequalität und Spitzentechnik. Die Firma expandierte zu einem technisch weltweit führenden Unternehmen und nationalen Marktführer. Um dieser Stellung sichtbaren Ausdruck zu verleihen, ist seit 2005 das Dieselross-Emblem wieder auf dem Kühlergrill der Fendt-Schlepper zu sehen.
|
|
|
|
Galerie 1
|
|
|
|
|
Galerie 2
|
|
|
John Deere
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
    |
 |
 |
 |
|
|